Die Kunst der Kommunikation lernen und verfeinern

  • Spirit.Jetzt scheint das einzige Online-Portal auf der ganzen Welt zu sein, wo die Community weder gerne liest noch schreibt. :)

    Oft scheitern Gespräche an der Tatsache, dass Antworten aus der Community als persönliche Beleidigungen aufgefasst oder generell persönlich genommen werden. Ein Thema, welches einzig auf Emotionen beruht und auf persönlicher Ebene ausgetragen wird, verliert schnell die Aufmerksamkeit der Leser und motiviert zum Wegklicken, da der Mehrwert des Themas und die konstruktive Abhandlung auf der Strecke bleibt.

    Ich bin jetzt sicher nicht DER kommunikativste Mensch auf der Welt, doch teile ich unglaublich gerne mit, was mich bewegt, um das Thema aus allen möglichen Richtungen anzuschauen. Im Thread ADHS, Autismus und Kommunikation lernten wir etwa eine Gruppe von Menschen kennen, die anders wahrnehmen, eine eigene Auffassungsgabe besitzen. Im Grunde dient der Thread als Beispiel dafür, dass wir (Mensch) begreifen lernen, dass jedes Individuum eine „fremde“ Welt darstellt und wir nicht davon ausgehen können, dass uns jeder versteht, wie wir es beabsichtigen in unseren Texten. Umgekehrt trifft das auch zu, wir können nicht davon ausgehen, dass wir so verstehen, wie es der Autor beabsichtigt. Ein Dilemma, wie soll man damit umgehen, lieber nichts sagen, als in ein Wespennest zu stechen?

    Ich habe für mich eine ganz einfache Lösung gefunden, die mir erlaubt, frei zu schreiben und Texte zu lesen:

    „Ich bin dafür verantwortlich, welche Worte ich wähle, das Gefühl, das ich in meinen Text packe und die Intention, die ich verfolge. Ich bin NICHT dafür verantwortlich, wie der Empfänger es aufnimmt. Beim Lesen eines Textes bin ich dafür verantwortlich, wie ich es auffasse, diese Verantwortung will ich niemandem sonst übertragen.“

    Wie geht Ihr mit Texten um und seid ihr kommunikativ?

    Welche Erwartungen habt ihr an Texten, sollen sie unterhalten, ein Lifehack liefern – warum lest und schreibt ihr?

    Viel Freude mit frisch gebackenen Texten! *sc*


    Spirit.Jetzt recherchierte zum Thema Kommunikation und stellt diese Artikel zur Verfügung, mögen sie als Inspiration dienen.

    SpiritJetzt
    13. Dezember 2021 um 09:27

    spirit.jetzt/article/96/

  • Das Wort hat seine Magie, sich mit ihm ausdrücken zu können. So steht am Anfang das Wort nicht nur damit in Beziehung zu treten, sondern auch zu sich selbst. Foren sind an sich dazu gut geeignet, sich frei vom schulischen Zwang einer breiteren Masse kund machen zu können. Man möchte seine Gedanken im Wort gerne mitteilen und für sein Eigenes und Intimes gerne irgendeine Form der Bestätigung erhalten.

    Weniger kommt es vor, dass Gedanken, die geantwortet werden, als weniger bestätigend empfunden werden können. Sie können eine bloße Oppositionshaltung sein, oder sie führen das Thema weiter, wobei dann fraglich ist, ob es erkannt werden kann. Das liegt an der Intention, ob nur sie nur mitteilend ist oder auch aufbauend und es liegt daran, inwiefern an der Intention festgehalten wird und eine gewisse Öffnung für Neues möglich werden kann.

  • Schöne Gedanken, Mistelzweig !

    Wenn ich richtig verstehe, hat die Kommunikation den „Sinn“ von Betätigung, sich „rückversichern“ oder auch, eine neue Erfahrungswelt zu eröffnen und kennenzulernen. Das könnte funktionieren, sind die Leser offen. Es stockt manchmal, wenn mit einer Oppositionshaltung reagiert wird oder Themenersteller in Opposition gehen mit den Lesern. Diese Art der Kommunikation, wäre wohl eher ein Meinungsaustausch, wo jeder seinen Standpunkt verteidigt und das Gespräch im selben Geist verlässt, oft ohne gemeinsamen Konsens. In der Politik passiert dies oft, weil der Politiker die Partei vertritt, welche eine vorgefasste Meinung zu den Themen hat.

    In manchen Übersetzungen der Bibel steht: „Am Anfang war das Wort“. Doch vor dem Wort, da ist etwas anderes, ein Gefühl, eine Absicht, ein Ziel, denn gäbe es dies nicht, wer hätte das Bedürfnis, das Wort zu kreieren? Als Verfasser von Text ist es hilfreich, diese Absicht zu kennen, damit ein Gespräch geführt werden kann. Kennen wir sie nicht, enden Diskussionen oft in Small Talk oder wie der Volksmund sagt: Klatsch & Tratsch.

    Ein Forum bietet in der Tat ungeahnte Chancen des (spirituellen) Wachstums. Nirgendwo sonst als in der Gemeinschft, können eigene Unzulänglichkeiten entdeckt und überwunden werden. Da postet jemand friedlich seinen Text und ich gerate in Rage, wessen Dämonen zeigen sich in so einem Moment?

    Wie bitte?

    Eine Herausforderung stellt die Kommunikation in Foren dar, weil der Texter nicht weiss, wer liest und wer Jahre später auf den Text stossen wird. Wird diese Tatsache berücksichtigt und die Absicht ist ihm bekannt, möchte der Texter eine einfache Sprache verwenden, die möglichst allgemein gehalten ist. Die Absicht möchte er gerne, auch in Kreise von „Nicht-Experten“, verständlich kommunizieren.

    Eine weitere Herausforderung ist die, dass Text allein, oft kühl und anstrengend ankommt. Sind die Beiträge zu kurz, sagen sie wenig aus, sind sie zu lang und kompliziert, steigen die Leser aus, wie also findet man den goldenen Mittelweg? Ein Impuls könnte folgender Artikel liefern: In vier Schritten erfolgreich Bloggen Hier gibt es auch ein paar Impulse, welche dem Text eine Farbe und Wärme verleihen.

    Ich bin nicht lehrerhaft

    Eine dritte Herausforderung für Texter ist die, dass die Texte nicht mit erhobenem Zeigefinger verfasst sind, sondern sachlich auf mögliche Konsequenzen hinweisen.

    Was versteht der EisuIST ( :) ) unter „Herausforderung“, das klingt anstrengend?

    Herausforderungen sind für ihn das Salz in der Suppe und bedeuten Abenteuer, Entdeckungsreise und Sinn des Lebens. Sie sind wie ein Motor, etwas, das ihn antreibt und ihm Freude macht.

    Gerne teile ich ein Interwiev von Gidon Wagner mit Jutta Püschel, einer Expertin bezüglich Kommunikation: „Warum Generali auf einfache Sprache umstellt“. Gido Wagner ist Mitbegründer der Wortliga Textanalyse, ein Tool, das ich nicht missen möchte.

    Auf kommunikative Inspiration. *ht*

    Good Vibes Only Liebe Grüsse ins Feld
    Eisu

    Für Dich channel ich gerne eine kurze Inspiration aus der geistigen Welt: Botschaft »Eisu Maranius« ❤️

    Einmal editiert, zuletzt von Eisu (29. November 2022 um 14:40)

  • Als Verfasser von Text ist es hilfreich, diese Absicht zu kennen, damit ein Gespräch geführt werden kann.

    Leider wird die Absicht in Foren oft nicht mitgeteilt, schließlich ist ein Forum ja mehr oder weniger ein Sammelbecken ganz verschiedener Personen und die Putzfrau, wenn ich es einmal so sagen darf, nimmt die Gelegenheit wahr, sich im Wort einmal frei auszuprobieren.

    Viele wissen gar nicht, dass sie die Gründe anderen mitteilen sollten, ja, sie wissen sie selber nicht einmal. Durch andere können sie zwar darauf hingewiesen werden, aber meist wird's abgelehnt, denn einen Fehler vor einer Menge zuzugeben, ist nicht unbedingt leicht. Man tritt in ein Forum eher, um sein Wort, seine Meinung zu vertreten.

    Die insgeheim gehegte Absicht kann sich nach und nach manifestieren, indem ein Personenkreis sich von dieser angezogen fühlt, es bildet sich eine Gruppe, die nach außen wie eine Art Festung sein kann, während eine andere Gruppe offen und durchlässig bleibt.

    Auch die Leitung eines Forums kann festungsartig oder offen sein. Ich habe Foren angetroffen, die selbst über Jahre einfach nicht anlaufen wollten, weil die Administration sich geistig zu unbeweglich zeigte. Es kann sich darin ein Grüppchen von wenigen Usern bilden, die eine Festung bilden, wie's oben beschrieben ist.

  • Auch die Leitung eines Forums kann festungsartig oder offen sein. Ich habe Foren angetroffen, die selbst über Jahre einfach nicht anlaufen wollten, weil die Administration sich geistig zu unbeweglich zeigte. Es kann sich darin ein Grüppchen von wenigen Usern bilden, die eine Festung bilden, wie's oben beschrieben ist.

    Dieses Phänomen lässt sich hier auch beobachten, was definitiv schade ist. Ob es an der Leitung des Forums liegt oder daran, dass die Welt sich gewohnt ist, zu polarisieren? Konstruktive Kommunikation scheint unfassbar zu sein für die „Putzfrau“. Es könnte den Anschein haben, dass sie ihre verschmutzte Wäsche lieber rechtfertigt, als dass sie sie wäscht oder sie kommentiert die Wäsche der anderen. Und falls sie noch lebt, dann beschäftigt sie sich noch immer mit der Wäsche anderer.

    Ein weiterer Punkt im Forum, der schwierig scheint, ist der, dass reiner Text oft kalt wirkt, gefühl- und farblos. Leser können schwer die Gefühle des Verfassers erraten, wenn dieser sich verschlossen hält. Sie können sich einzig an Emoticons oder den Reaktionen orientieren, welche teils zu oft und teils zu wenig genutzt werden. Gilt hier vielleicht dasselbe Prinzip, wie beim Mitteilen der Absicht? Einfach etwas Farbe und Gefühl in die Texte bringen und es würden lebendige Gespräche entstehen?

    Ich bin berührt von Texten, wenn darin die Menschlichkeit und Lebensfreude durchsickert. Als Putzfrau hier, probiere ich mich ebenfalls mit Worten aus, versuche aber auch, die Worte anderer zu verstehen – vielleicht haben sie ja einen besonderen Trick parat, wie ich meine Wäsche leicht sauber bekomme? :)

  • Ob es an der Leitung des Forums liegt oder daran, dass die Welt sich gewohnt ist, zu polarisieren?

    Ich persönlich sehe hier folgendes Hindernis:

    Zum einen empfinde ich die Leitung des Forums tatsächlich als sehr fest gefahren. Vieles wirkt als sei nur ein Weg gewünscht und alles andere wird zähneknirschend hingenommen. Gleichzeitig wird aber versucht den Frieden und die Offenheit quasi mit der Brechstange durchzusetzen. Insgesamt wirken die Energien hier für mich sehr oft widersprüchlich. Als würde man Keule schwingend Frieden fordern. Es wird einen gesagt man soll aufhören zu urteilen während man selbst verurteilt wird. Es wird gesagt dass man nicht weiß wie andere fühlen während einem gleichzeitig gesagt wird man wäre beleidigt und würde den Blick nach innen verweigern.

    Diese gesamte Widersprüchlichkeit empfinde ich als sehr schwierig da ich nie weiß ob der nächste Beitrag Zuckerbrot oder Peitsche ist.

    I'm Thema zu ADHS und Autismus haben wir bewiesen dass es geht. Wie?

    Wir haben alle...

    - ehrliches Interesse gezeigt.

    - dem Gegenüber zugehört ohne zu verurteilen.

    - bei Unklarheiten nachgefragt statt zu vermuten.

    - die Sicht des anderen anerkannt selbst wenn wir sie nicht teilen.

    Es geht also. Es muss nur der ehrliche Wille da sein. Von allen. Und dann muss man auch dran bleiben.

    Bitte nimm meine Worte so wie ich sie schreibe. Bei Unklarheiten frag nach. Danke!

  • Ich plädiere daher dafür, dass jeder Mensch als Individuum gesehen wird mit dem oder der man sich erst noch zusammenfinden möchte. Dann kann in einem weitern Gespräch die Diagnose hilfreich sein, aber mir hilft auch, die andere Person in ihrem Sein (mit oder ohne Diagnose) wirklich kennenlernen zu wollen.

    Wunderschön zusammengefasst, worum es in der (konstruktiven) Kommunikation geht: „Zusammenfinden, Brücken bauen und den Horizont (Bewusstsein) erweitern“.

    Es ist von Vorteil, wenn wir uns unserer selbst bewusst sind und unserer authentischen Natur treu bleiben. Die Fähigkeit, sich gleichzeitig mit der Aussenwelt als auch mit sich selbst zu verbinden. Es ist manchmal zu beobachten, dass Menschen sich anpassen möchten, um jemandem zu gefallen, dem Chef, dem Schatz, dem Friedens wegen etc. und dadurch ihre eigentliche Persönlichkeit verlieren. Wie soll das Gegenüber uns kennenlernen, wenn wir gar nicht uns selbst sind?

    Kräfte, die uns kontrollieren möchten, mögen keine Individualität, die wollen kontrollierbare Normen. Und so kann sich jedes Individuum der Fremdkontrolle entziehen, indem es sein authentisches Wesen auslebt.

    Aus dem Leben:

    In der Zeit, als unsere Firma noch TV-Sendungen produzierte, durfte ich viele wunderbare Esoteriker kennenlernen. Jene Esoteriker, welche selbstbestimmt und ganz auf ihre persönliche Art die Sendungen moderierten, waren die erfolgreichsten bei den Zuschauern UND, sie sind heute noch auf der CareLine mit Herz dabei. <3

    PS. Schöne Gedanken zum Nachdenken und Meditieren:

    Chapter 13: 4. TAG EIN STERN WIRD GEBOREN - Transsurfing in 78 Tagen: Die Kunst der Realitätssteuerung
    Transsurfing - Ein Praxiskurs in 78 Tagen Transsurfing ist eine mächtige Technik zur Realitätssteuerung, mit der jeder die Möglichkeit hat, die Realität nach…
    zoboko.com
  • Hierzu zwei charmante Anekdoten meines hochdeutsch sprechenden Vaters als er eine schwäbische Familie besuchte.


    Als er dem Vater dabei half etwas zu bauen sagte dieser „Heb' a mal!“ und mein Vater hob den Balken an, den er hielt. Der Schwabe schrie nur auf „Hebe sollscht! Net lupfe!“ Denn „heben“ heißt halten und „lupfen“ heißt anheben.


    Später kam der Sohn auf ihn zu und meinte „Hascht a mal a Bepp?“ Und mein Vater fragte was „Bepp“ sei. Der kleine Junge war verwirrt, zuckte mit den Schultern und meinte nur „Geh ... Bepp isch Bepp!“ Später fand mein Vater heraus, dass Kleber gemeint war.


    Sie alle sprachen Deutsch - aber verschiedene Dialekte

    Danke für die amüsante Geschichte, die uns zeigt, dass jeder Mensch sein eigener Dialekt hat, oder sogar eine völlig andere Sprache spricht. Sind wir uns dessen bewusst, verändert sich die Kommunikation massgeblich. Egal, welche Sprache wir sprechen, die Wirklichkeit ist für alle gleich. Ein Baum ist ein Baum, auch wenn wir dafür ein anderes Wort kennen, in meinem Dialekt ist das „ä Boum“ (ein Baum). Wenn wir etwas nicht verstehen, fragen wir nach, sodass Missverständnisse keine Chance haben. Der kleine Junge weiss es nicht besser, Bepp isch Bepp, woher soll er denn wissen, dass es ausserhalb seiner Erfahrungswelt noch mehr gibt? So kommt er nicht auf die Idee, sein Begriff zu hinterfragen und meint, dass es kein anderes Wort für Bepp gäbe. Wortspiel: Vielleicht dachte der Junge sogar: „Was für ein Depp, der weiss nicht, was Bepp ist.“ ^^

    Die Gesinnung ist sicherlich hilfreich, wie sie Mojana beschrieben hatte, aber auch eine klare Absicht, wie Mistelzweig es beschreibt. Was soll die Kommunikation bezwecken, wie finden wir den wahren und somit verbindenden Kern? Dafür braucht es nur einen im rechten Geist, nicht zwei, wie manchmal behauptet wird. Bin ich in der Gesinnung des Brückenbauers, kann sich jemand noch so rüpelhaft benehmen, ich bin und bleibe in dieser Gesinnung. Auch Rüpel lassen sich beruhigen oder ziehen sich zurück, wenn sie den Frieden nicht ertragen, den ich in mir trage.

    Emotional wird es manchmal, wenn wir in Worten versuchen, das zu beschreiben, was keiner Worte bedarf: „Die Wahrheit oder Wirklichkeit“. Auch dafür werden unterschiedliche Dialekte benutzt, ich denke an die vielen Lehren und Religionen. Sie alle stehen vor der Herausforderung, das unbeschreibliche Mysterium zu beschreiben. Es werden Bücher mit Tausenden von Seiten geschrieben, diese sind meist übersetzt aus einer anderen Sprache. All das, um das unbeschreibliche zu beschreiben. Erst bei genauerem Hinschauen, erkennen wir, dass diese Bücher das gleiche Thema besprechen, in einem anderen Dialekt oder Sprache. Wie seltsam ist es, wenn sich Anhänger der verschiedenen Religionen und Kulturen bekämpfen, wo sie ihren Ursprung alle in derselben Wirklichkeit haben?

    Kurze Erklärung zum Unterschied von Realität und Wirklichkeit:

    Kurt Tepperwein erklärt es so, dass WIR als SEIN in der Wirklichkeit die Ursachen setzen, die als Wirkung in der Realität erscheinen. Die Realität ist demnach nur ein Spiegel dessen, was WIR in der Wirklichkeit verursachen. Setzen wir bewusste Ursachen in der Wirklichkeit, wird sich auch die Realität ändern. Es wird nichts nützen, wenn uns in der Realität etwas nicht passt, dass wir am Spiegel herumdoktern.

    Im Transsurfing in 78 Tagen, wird es so beschrieben als Übung und zum Nachdenken/Fühlen/Meditieren:

    Chapter 16: 7. TAG DIE ILLUSION DER REFLEXION - Transsurfing in 78 Tagen: Die Kunst der Realitätssteuerung
    Transsurfing - Ein Praxiskurs in 78 Tagen Transsurfing ist eine mächtige Technik zur Realitätssteuerung, mit der jeder die Möglichkeit hat, die Realität nach…
    zoboko.com
  • Der kleine Junge weiss es nicht besser, Bepp isch Bepp, woher soll er denn wissen, dass es ausserhalb seiner Erfahrungswelt noch mehr gibt? So kommt er nicht auf die Idee, sein Begriff zu hinterfragen und meint, dass es kein anderes Wort für Bepp gäbe. Wortspiel: Vielleicht dachte der Junge sogar: „Was für ein Depp, der weiss nicht, was Bepp ist.“ ^^

    Und ich sitze hier und reiche dem kleinen Jungen die Tube und entscheide, meine Wahrheit mit dem Jungen zu teilen, damit er die Chance bekommt, über den Tellerrand zu gucken. "Da wo ich her komme, nennen wir das Kleber", worauf der kleine Junge mich nur anguckt "Bist du doof. Desch is ka "Kleber", desch is Bepp". Ich sage ihm, dass es für ihn "Bepp" ist, aber für mich Kleber. Ich weiß, dass ich Recht habe. Es ist meine Wahrheit, meine Realität, meine Erfahrung. Aber der kleine Junge versucht mir vehement klar zu machen, dass ich falsch liege, dass es "Kleber" nicht gibt, sondern nur Bepp und dass ich es auch Bepp nennen soll, wenn ich schon von Bepp rede. Ich versuche es dem Jungen zu erklären, aber ihm ist nur wichtig mich davon zu überzeugen, dass ich es auch Bepp nennen muss. Irgendwann sehe ich ein, dass das Gespräch nirgendwo hin führen wird, weil der Junge kein Stück von seinem Pfad abweichen will. Also lasse ich ihn sein und ziehe mich zurück. Der kleine junge denkt vielleicht, ich sei beleidigt oder er habe mich überzeugt oder so, aber ich weiß, dass ich ihm seine Wahrheit lasse, während ich gleichzeitig meine Wahrheit weiter lebe.

    Bitte nimm meine Worte so wie ich sie schreibe. Bei Unklarheiten frag nach. Danke!

  • Vielleicht liegt hier der Hund begraben: „Warum soll dem Jungen etwas erklärt werden, wofür er (noch) nicht reif genug ist?“ Für ihn scheint es so, als wäre seine Realität das Mass aller Dinge, die Wirklichkeit kennt er noch nicht – woher denn auch? :)

  • Daher werde ich ihm hin und wieder mal eine Kleinigkeit geben und schauen wie er reagiert. Irgendwann ist der kleine Junge vielleicht so weit und ist endlich bereit mir zuzuhören.

    Bitte nimm meine Worte so wie ich sie schreibe. Bei Unklarheiten frag nach. Danke!

  • Kommunikation ist eine Einbahnstrasse oder sollte dem Jungen auch gelauscht werden? Geht es darum, Recht zu bekommen oder darum, zusammen mit dem Gesprächspartner die Wahrheit zu finden? Dass der kleine Junge trotzt und sich genau so verhält wie jener, der ihm sein Bepp streitig machen möchte, ist nachvollziehbar. Daher ist es erwachsen, wenn wir dem Jungen ein anderes Vorbild sind und ihm sein Bepp lassen. Auch er wird lernen, dass seine Realität nicht die Wahrheit ist. :)

  • Ich sprach nie davon, den Jungen überzeugen zu wollen. Aber ihm etwas zum Nachdenken zu geben, kann nicht schaden. Ich möchte ja dem Jungen seine Realität nicht streitig machen, sondern lediglich seine Augen dafür öffnen, dass es da draußen noch mehr gibt. Aber keine Sorge, ich werde ihn Kind sein lassen und ihn nicht mit Dingen überfordern, für die er nicht bereit ist.

    Bitte nimm meine Worte so wie ich sie schreibe. Bei Unklarheiten frag nach. Danke!

  • Der Junge ist nur der metaphorische Junge aus meiner Anekdote. Eisu hatte das ja aufgegriffen.

    Bitte nimm meine Worte so wie ich sie schreibe. Bei Unklarheiten frag nach. Danke!

  • Beim Lesen eines Textes bin ich dafür verantwortlich, wie ich es auffasse, diese Verantwortung will ich niemandem sonst übertragen.

    Zunächst einmal möchte ich dazu sagen, dass ich das genauso sehe. Wir sind alle für das verantwortlich, was wir empfangen und verstehen, nicht was der Sender sendet. Persönliche Attacken sind überall fehl am Platze, nicht nur in Foren so wie in diesem hier. In vielen Foren werden "ad hominem"-Angriffe von Moderatoren unterbunden. Eine solche Moderation vermisse ich hier ein wenig. Sie könnte auch dazu dienen, persönliche Gespräche auf die Ebene persönlicher Nachrichten zu verlagern. Denn manche Themen scheinen ja wirklich eher dem persönlichen Austausch oder der dem Auflösen persönlicher Missverständnisse zu dienen, als einen Wert für die Allgemeinheit zu haben.


    Welche Erwartungen habt ihr an Texten, sollen sie unterhalten, ein Lifehack liefern – warum lest und schreibt ihr?

    Wenn ich etwas schreibe, dann tue ich es meist, weil ich etwas für mich Wichtiges mitteilen möchte, was vielleicht auch für andere interessant sein könnte. Oder ich möchte Einsichten und eigenen Erfahrungen zu einem Thema beisteuern. Manchmal auch einfach nur eine Anregung zum nachdenken geben oder einen neuen Blickwinkel eröffnen. Unterhaltsames finde ich einem spirituellen Forum eher unangebracht. Das findet man auf anderen Kanälen auch.

    Eine aus sich heraus existierende, objektive Welt, also etwas, dass seine "eigene Natur" unabhängig von etwas anderem besitzt, ist eine Gedankenform, die nur in der Vorstellung existiert.

  • In vielen Foren werden „ad hominem“-Angriffe von Moderatoren unterbunden. Eine solche Moderation vermisse ich hier ein wenig.

    Das ist oft eine Gratwanderung und nicht immer offensichtlich. Was die einen als Angriff wahrnehmen, empfinden andere überhaupt nicht. Das liegt oft im Empfinden des Empfängers. Der Sender kann einzig auf sein Innenleben achten und sich bewusst machen, welche „Frequenz“ er ausstrahlt, was andere damit tun, liegt ausserhalb seiner Kontrolle. Worauf aber vermehrt geachtet werden kann ist, dass der Themenbezug gewahrt bleibt und wir nicht plötzlich das Wetter darin kommentieren oder Ähnliches. :)

    Kommunikation ist eine Herzensangelegenheit und die Portalbesucher sollten für sich einen Mehrwert finden fürs Leben: Eine Lebenshilfe, eine Inspiration, Perspektiven, Informationen, etwas, was ihnen dient. Als geerdeter Mensch sind mir gesellschaftliche Themen genauso wichtig wie spirituelle Themen. Wenn wir alles über Gott und den Himmel wissen, aber nicht spüren, was unserem Nächsten und dem Planeten guttut, bringt alles nichts. Das Ganze soll schon einen Sinn ergeben und für die Allgemeinheit nützlich sein.

    Wir können unendlich viele „Dialekte“ sprechen. Die einen drücken sich „christlich“ aus, die anderen „hermetisch“ und wieder andere rein „wissenschaftlich“ oder „politisch“, ist doch okay. Hauptsache, wir wissen, wovon wir sprechen und helfen einander zu verstehen. Im Falle des Jungen von oben, warum sollte er von einer Wahrheit überzeugt werden, wenn er offensichtlich noch nicht bereit dafür ist? Ein Forum ist ein öffentlicher Ort, dem soll Rechnung getragen werden – helfen wir einander, den Kurs wiederzubekommen, wenn wir von den Themen abweichen. Was unbedingt vermieden werden soll, ist, dass ein Diktator hier allein entscheidet! Was dabei herauskommt, das wissen wir ja. DX

  • Was da vielleicht mal abgehandelt werden sollte, ist der Unterschied zwischen einem gesprochenen Wort und einem geschriebenen Wort.

    Zudem kommt noch, das auch ein gesprochenes Wort in einer Aufzeichnung (Video) auch nochmal etwas ganz anderes ist (Konserve), als wenn es live direkt von Mund zu Ohr (frisch im Hier und Jetzt) in einer direkten Wechselwirkung gehört wird.

    Der Pfad der Erleuchtung ist ein Holzweg
    Man kann Menschen, die in Irrtümer verliebt sind, nicht zur Wirklichkeit bringen

    Einmal editiert, zuletzt von Sat Naam (9. September 2023 um 12:23)

  • Wir könnten sicher noch viel Theoretisches besprechen und daraus lernen. Doch wirklich lernen, tun wir in der Praxis. Ein wichtiger Punkt in der Kommunikation ist, dass wir lernen, dass Kommunikation KEINE Einbahnstrasse ist. Texte, die von den Lesern etwas fordern, sollten auch immer etwas durchsickern lassen. Sie sollten zeigen, wie der Autor zum Thema steht. Ausserdem sollte daraus deutlich werden, warum es dem Autor wichtig ist, darüber zu sprechen. Auf diese Weise entsteht eine Verbindung zum Empfänger der Botschaft. Das ist es, was ich gerne üben möchte. Ich möchte sowohl schriftlich als auch mündlich per Video üben. Ich möchte Themen teilen, die mir wichtig sind. Diese Themen sollen auch anderen dienlich sein. <3

    Es gibt eine Anleitung für Blogger, welche Expertenwissen beinhaltet. Diese kann wunderbar auf Themen und Beiträge im Forum übertragen werden:

    • Finde ein Thema, das Dir wichtig ist
    • packe es in ein passendes Forum und vergib ein (aussagekräftigen) Titel
    • baue Deinen Beitrag auf: Einleitung, Hauptteil, Schlussteil (Call-to-Action)

    Das Beste zum Schluss: Geniesse es, wenn Du siehst, dass andere dankbar sind und ihnen durch Deinen Text ein Licht aufging. :idee:

    spirit.jetzt/article/96/