Was bedeuten religiöse Feste für Euch?

  • Aufgewachsen in der christlichen Tradition, habe ich mich mit Anfang 20 von ihr abgewandt, weil sie mich nicht zufriedenstellte.

    Über die Suche nach meiner ganz eigenen Religiosität, meiner Rückverbindung zur Quelle, fand ich andere Religionen, mit denen ich mich befasste. Von jeder nahm ich die „Häppchen“, die mir gefielen und baute so meinen eigenen Glauben zusammen.

    Als ich den gefunden hatte, begegnete ich dem Gospelchor, in dem ich seit 14 Jahren singe und setzte mich erneut mit dem christlichen Glauben auseinander. Auf der Basis meines in mir gefundenen Glaubens, sind mir die Feste Ostern und Pfingsten wertvoll geworden.

    Ich habe für mich herausgefunden, dass ich an Ostern eine Gewohnheit, eine Eigenschaft, ein Thema von mir ans Kreuz nageln kann und danach ganz neu weitergehen kann.

    An Pfingsten mache ich mich bereit, um Inspirationen zu empfangen, die mich auf meinem Weg begleiten.

    Seit ich diese beiden Feste auf diese Weise wach und bewusst angehe, sind sie für mich wertvolle Begleiter auf meiner Wandlungsreise.

    Bin gespannt, mit welcher Inspiration ich dieses Jahr beschenkt werde.

    In der Vergangenheit hat mich wiederholt ein Eichelhäher an Pfingsten besucht, saß auf dem Balkongeländer und schaute mich direkt an, einen sehr langen Moment, bis er wieder wegflog.

    In der Krafttier-Erklärung war seine Botschaft für mich enthalten.

    Ich wünsche Euch ein inspirierendes Pfingstfest.

  • Hallo zusammen,

    danke Ulrike M. für die anregende Frage. Es ist schön, etwas tiefer einzutauchen und im Unterbewusstsein zu graben. Oberflächlich betrachtet, bedeuten mir die christlichen Feste nur: arbeitsfrei, Familie und seltsames Verhalten der Leute. :)


    Für mich ergibt Spiritualität nur Sinn, wenn sie nachvollziehbar ist und Hand und Fuss hat. Ich durfte erkennen, dass oft die Religionen eine vollkommen andere Bedeutung haben, als die, wie ich sie verstehe. So erging es mir mit dem Christentum. So warte ich etwa nicht mehr auf Jesus und sein Königreich. Stattdessen nehme ich die „Christusenergie“ wahr, die längst da ist und immer da war. Das gelingt mal mehr und mal weniger.


    Die Christuskraft bedeutet pure Liebe zum Kind Gottes:

    • Gewaltfreiheit
    • Vergebung
    • Sühne
    • Reinheit
    • Heilung

    Lange verstand ich die Offenbarungsgeschichte in der Bibel nicht, heute weiss ich, dass sie etwas über unser Inneres erzählt. Sie spricht von den sieben Siegeln, die ein jeder „knacken“ darf, von der Hure, die wir vielleicht auch kennen und vom Tier mit den vielen Köpfen. Statt die „Anweisungen“ und „Prophezeiungen“ im Aussen sehen zu wollen, schaue ich nach innen und stelle mich den eigenen Dämonen. Bei ehrlicher Betrachtung beschreibt diese, die Bibel wunderbar. Fliesst die Christuskraft nicht durch mich, wie sollte ich der Welt einen Dienst erweisen? Also heile ich mich erst mal selbst.


    Pfingsten hat etwas mit dem Ergiessen des Heiligen Geistes zu tun, also mit Inspiration oder Begeisterung. Sie erinnert (mich) daran, dass ich authentisch sein und mich der Welt schenken darf. Nur so kann ich ihr dienen und sie mir.


    Religion bedeutet Rückanbindung an das Leben, an das All(Eine) – ja, Vater und Sohn sind eins. Dies mit jeder Faser des Seins zu erkennen, das ist für mich der Zweck von Religionen aller Art.


    Unten habe ich ein kurzes Video verlinkt, das uns helfen kann, einen authentischen Weg zu finden. Ich hoffe, die eine oder andere Seele inspiriert zu haben und wünsche allen frohe Pfingsten. <3

  • Ja, Eisu,

    erst mal mich selbst heilen. Das war auch mein Grundsatz als ich Heilpraktikerin wurde.

    Umso heiler jeder Mensch ist, umso mehr kann er den anderen dienen, das sehe ich ganz genauso.

    In der Inkatradition nennt man das, was Du Christusenergie nennst, den Inka-Samen.

    Er ist mit der kraftvollen Energie angefüllt von Vater Kosmos und Mutter Erde und enthält das gesamte Potential, das wir entfalten können.

    Er hat seinen Platz im menschlichen Körper.

    Was mich fasziniert ist, dass für mich manches, das ich in der Inkatradition kennengelernt habe, ganz ähnlich scheint, wie Dinge aus dem christlichen Glauben. Es gibt dort aber kein Schriftstück, wie die Bibel, die ich lesen müsste, um alle Zusammenhänge verstehen zu können.

    Diese Einfachheit beeindruckt mich und macht mir die Inkatradition so wertvoll.

  • Hallo zusammen,

    das hast Du schön gesagt Ulrike M. es braucht kein Schriftstück für den spirituellen Pfad. Genau das durfte ich als Irrtum erkennen: zu glauben, dass die Verbindung zu „Gott“ etwas mit Regeln kennen und befolgen, zu tun habe. Es ist tatsächlich viel einfacher, dafür brauchen wir kein Buch: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füge auch keinem anderen zu.“ Das schliesst natürlich alles Leben mit ein.

    Ob wir die Begriffe und Verse aus einem (heiligen) Schriftstück kennen, ist ohne Bedeutung. Wenn wir an Begrifflichkeiten festhalten, können solche Schriften sogar das Gegenteil bewirken. Wir wollen jedoch Rückanbindung, was automatisch bedeutet, dass wir alles Leben einbeziehen: Kosmos, Mutter Erde und ihre Kinder auf allen Kontinenten.

    Inka-Samen, das gefällt mir! Man könnte auch andere Namen vor den Samen stellen:

    • Christus-Samen
    • Buddha-Samen
    • Schucman-Samen

    Samen des Friedens und der Freiheit, egal, wie wir sie nennen.

    Einige Religionen, auch unbekannte, durfte ich kennenlernen. Irgendwo treffen sie sich alle. Sie verwenden verschiedene Begriffe, doch wenn man sie in sich erkennt, versteht man auch deren Sinn. So ergeht es mir mit den Texten, die im Blog veröffentlicht werden: https://www.spirit.jetzt/blog/

    Lese ich Texte oder heilige Schriften, bin ich mir bewusst, dass die Verfasser etwas erkannten und davon begeistert waren. So sehr, dass sie es aller Welt erzählen wollten. Mehr ist das nicht, für mich, nur Geschichten von Menschen. Vielleicht hatten sie eine Absicht und wollten die Gesellschaft prägen, vielleicht waren sie einfach nur begeistert und wollten sich mitteilen. Ich lese gerne Geschichten, sie können für Verbindung und Verständnis sorgen.


    Danke Ulrike, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst, ich feiere Dich dafür. <3

    Ich würde mich freuen, von Euch zu lesen, wenn ihr mögt: Was bedeuten religiöse Feste für Euch?

  • Einige Religionen, auch unbekannte, durfte ich kennenlernen. Irgendwo treffen sie sich alle.

    Das sehe ich auch so.

    Alle Begriffe wie „Gott“, „Allah“, „Mohammed“, „Vishnu“, „Wiraqocha“ usw. deuten auf den Ursprung, die Quelle aller unterstützenden Energien hin.

    Diese Quelle stelle ich mir irgendwo im Universum vor.

    Aus dieser Quelle kann jedes Wesen schöpfen.

    Entsprechend der Erfahrung und der Vision, die bei dieser Verbindung mit der Quelle vorhanden ist, wird ein Name dafür gegeben. Im Ursprung ist es alles genau das Gleiche.

    Wenn es immer mehr Menschen gibt, die den Ursprung der Religion, die Rückverbindung zur Quelle, so sehen können, müssen wir wegen dem Glauben nicht mehr streiten oder Krieg führen.