Zwischen Leben und Tod: Astralreisen oder Nahtoderfahrungen?

  • Hallo zusammen,

    Bei YouTube gibt es ein Schweizer, der Interviews führt mit Menschen, die eine Nahtoderfahrung machten. Es ist faszinierend, was diese Leute berichten.

    Jemand sagte mal auf dem Portal: „Fast getroffen ist auch daneben“. Im übertragenen Sinn könnte man sagen: „Fast gestorben ist nicht tot.“ Deshalb höre ich die Geschichte mit einer gesunden Skepsis. Vielleicht erleben diese Leute eher so etwas wie eine Astralreise? Die Geschichten sagen mehr über die Menschen oder die Seelen aus, als über den Tod. Wie geht Ihr mit diesem interessanten Thema um?

    Hier geht es zum Kanal: Empirische Jenseitsforschung

  • Es gibt unzählige interessante Berichte über Nahtoderfahrungen. Aber wie Eisu schon sagte, "fast gestorben ist nicht tot."

    Vielleicht soll der Tod ein Geheimnis bleiben, oder es ist jedem einzelnen überlassen, wie er Tod definiert.

    Ich finde es wunderbar, dass der Mensch nicht alles weiß, sondern auch glauben darf.

  • Hallo zusammen,

    zu dem Thema gibt es eine andere Seele, die ich faszinierend finde: Betty Heller

    Sie macht Hypnosetherapien und ist eine Astralreisende. In ihrer Arbeit entdeckte sie etwas über die Seelen der Klienten. Sie stellte fest, dass nicht alle Seelen gleich nach dem Tod ins Licht gehen. Manche brauchen dafür mehr Zeit. Auch, weil sie nicht wissen, dass sie gestorben sind. Erst wenn sie bereit sind oder ihre „Aufgaben“ erledigten, gehen sie heim. Das soll nicht so klingen, als gäbe es ein Universum oder einen Gott, der Aufgaben vergibt. Das ist nicht die Absicht hinter meinen Worten. Die Seele hat sich selbst „auferlegt“ noch etwas zu klären oder verharrt in ihren Ängsten. Das Thema Karma ist sehr komplex. Unser Verstand kann es kaum erfassen.

    Wir gehen eines Tages alle ins Licht. Dies passiert spätestens, wenn wir erkennen, dass unser eigener Wille uns bisher daran gehindert hat. Oder wie sich die Bibel ausdrückt: Wir sperren uns selbst aus dem Paradies aus, wenn wir im unreinen und getrennten Geist sind.

    Ich habe mir einige Sessions von Betty angesehen und konnte dadurch einen Einblick in die jenseitigen Welten gewinnen. Davon berichtete ich hier: Gibt es Anhaftungen und Dämonen? Eintauchen in feinstoffliche Welten mit Betty Heller

    Also @Iny , irgendwie haben beide recht: Wir gehen alle ins Licht, oft halt nicht sofort, es können Jahrtausende vergehen, bis wir alle so weit sind. 0:-)

  • Hallo liebe Spirits,

    Hallo ihr Lieben, habt ihr zufällig noch mehr Literatur-Tipps, Meditationen, oder Dokumentationen dazu?

    Ja, es wäre in der Tat interessant, von Euch zu lesen. Welche Erkenntnisse habt ihr gewonnen, was sind Eure Quellen? Warum beschäftigt Euch das Thema? Hattet Ihr eine eigene Nahtoderfahrung?

    Es ist so wertvoll und hilft uns zu Klarheit zu finden, wenn wir unser Inneres mit der Welt teilen. <3

  • Ich recherchiere gerade sehr viel zu dem Thema, weil der Tod mich beschäftigt. Bisher am nahsten ging mir ein Interview vom youtube-Channel Hyperbole zum Thema Nahtod. Ich kann es leider nicht verlinken.

    Das Leben ist ein Kreis(Lauf)

  • Ich recherchiere gerade sehr viel zu dem Thema, weil der Tod mich beschäftigt.

    Hallo ihr Lieben, wir sind gerade aus Lanzarote zurück und ich freue mich wieder hier zu sein.

    Es gibt eine Perspektive, die den Tod so betrachten kann, dass er in jedem Moment stattfindet. Selbst das Ein und Ausatmen ist eine Geburt und ein Tod. Das Absterben der Zellen und ihre Erneuerung. Die Sonne die am Morgen aufgeht und am Abend wieder unter. Alles erscheint und vergeht in jedem Moment, nur das Leben in seiner Essenz, das immerwährende Liebe ist, hat keinen Anfang und kein Ende.

    Der Tod des Körpers und der damit verbundene Geist (Verstand) stirbt am Ende eines Erdenlebens. Es ist der Verstand, der mit dem Gefühl verbunden ist, der die Angst vor dem endgültigen Tod empfindet. Wenn aber entdeckt ist, dass das Leben selbst ohne Anfang und Ende ist, dann entsteht sogar Freude darüber, dass man dieses Leben in diesem Körper leben durfte. Darum gehen wir alle den Weg der Erleuchtung, um dies zu erfahren.

    Liebe Grüße

    Robert


    Du kannst nicht angstfrei sterben, wenn du nicht ohne Angst gelebt hast. Das Leben muss gelernt werden. Das Leben ist Liebe die keine Bedingungen kennt. Diese Liebe hat die Welt in das Gegenständliche geführt und das Gegenständliche ist vergänglich. Was bleibt ist Liebe.

    Meister Robert :)

    Einmal editiert, zuletzt von Robert (7. März 2024 um 13:31) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Robert mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo zusammen, hallo Robert und willkommen zurück!

    Du hast das schön beschrieben, danke, und Du hast ein wichtiges Stichwort genannt: Angst.

    Ist der Ursprung allen Leids nicht die Angst vor dem Tod? Damit meine ich, dass der Kern aller Ängste die Todesangst ist. Deshalb denke ich, dass Nahtoderfahrungen ein Segen sind. Sie machen uns klar, dass der Körper und das Gehirn nicht alles sind, es gibt noch viel mehr.

    Wenn wir unsere Ängste besiegen wollen, ist es vielleicht sinnvoll, unsere Einstellung zum Tod zu überdenken. Gleichzeitig sollten wir auch unsere Beziehung zum Leben betrachten.

    Spannend, dass gerade heute Jasmin ihre Geschichte erzählt. Es scheint so, dass die Geistige Welt uns mit dem Thema vertraut machen möchte: Meine Nahtoderfahrung <3

  • Ohne es zu wissen, habe ich mein ganzes Leben, nach dem "Sinn des Lebens" gesucht. Als ich "ihn" gefunden hatte, pardon, als er mich gefunden hatte, wusste ich auch was der Tod ist. Ich behaupte heute, dass die Nahtoderfahrung in jedem Moment präsent ist, denn sie verkörpert sich in Allem was uns in jeden Moment begegnet. Die Nahtoderfahrung von der wir allgemein sprechen, also während des Überganges in den Tod des Körpers, wollen wir es mit dem Verstand begreifen um uns ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Doch das ist aus meiner Sicht nicht möglich, denn alles geistige Verstehen ist vergänglich und somit auch alle irdischen Erfahrungen.

    Um den Tod wirklich zu verstehen und ihn als einen Teil allen Lebens zu erkennen, müssen wir die grundlegendsten Erkenntnisse unseres Daseins erst mit dem Verstand und dann mit dem ganzen Wesen begreifen. Es gibt eine Verstandesintelligenz und eine Universelle Intelligenz (Lebensweisheit). Das Verstehen des Todes, ist für mich eine Nebenerscheinung des Begreifen des Lebens. Wenn man das Leben universell verstanden/erkannt hat, erkennt man auch was der Tod ist.

  • Um den Tod wirklich zu verstehen und ihn als einen Teil allen Lebens zu erkennen, müssen wir die grundlegendsten Erkenntnisse unseres Daseins erst mit dem Verstand und dann mit dem ganzen Wesen begreifen. Es gibt eine Verstandesintelligenz und eine Universelle Intelligenz (Lebensweisheit). Das Verstehen des Todes, ist für mich eine Nebenerscheinung des Begreifen des Lebens. Wenn man das Leben universell verstanden/erkannt hat, erkennt man auch was der Tod ist.

    Dieser Sicht stimme ich voll und ganz zu.

  • Sie sagt, dass nicht alle Seelen ins Licht gehen, schon deswegen weil sie nicht wissen, dass sie tot sind. Pascal Voggenhuber, ebenfalls ein Schweizer, ein Medium der in Kontakt mit Verstorbenen steht, behauptet, dass alle Seelen ins Licht gehen und sehr wohl wissen, dass sie gestorben sind. Ja, was denn nun, beide klingen glaubhaft für mich. Und so geht es mir sehr oft, der eine behauptet dies, die andere das, was soll ich nun glauben??

    Wie ich es verstehe (bzw. gelesen habe) gehen alle Seelen erst mal ins Licht. Die Frage ist nur, ob und wie lange sie da bleiben. Wenn sie Wünsche bzw. Anhaftungen oder weitere Ziele auf der physischen Ebene haben, können sie nicht lange im Licht bleiben.

  • Ja, was denn nun, beide klingen glaubhaft für mich. Und so geht es mir sehr oft, der eine behauptet dies, die andere das, was soll ich nun glauben??

    Es gibt den fiktiven Glauben und den konstruktiven Glauben. Fiktiver Glaube bezieht sich auf das nicht Sichtbare, nicht Erklärbare, dagegen der konstruktive Glaube hat im Leben einen praktischen Sinn. Also, "Ich glaube daran, dass ich es schaffen kann". Das ist ein konstruktiver Glaube. Oder, "Ich glaube daran, dass ich herausfinden kann, wer oder was Gott wirklich ist".

    Wie ich es verstehe (bzw. gelesen habe) gehen alle Seelen erst mal ins Licht. Die Frage ist nur, ob und wie lange sie da bleiben. Wenn sie Wünsche bzw. Anhaftungen oder weitere Ziele auf der physischen Ebene haben, können sie nicht lange im Licht bleiben

    Wie ich es sehe, gehen alle Seelen bei der Geburt ins Licht. "Das Licht der Welt erblicken" Der Zustand eines Neugeborenen zeigt bereits die ganze Wahrheit über Leben und Tod in seinem Wesen. Das Neugeborene kommt von da, was wir Tod nennen und trägt das Jenseits in sich, obwohl sein Körper schon lebt. Die Dunkelheit breitet sich dann aus, wenn der Verstand das Licht der Welt verdeckt. Deshalb sagte Jesus: "Wenn ich ihr nicht seid wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich eingehen". Die Frage, die sich ein Erwachsener stellt: Was ist der Tod? Oder was ist zwischen Leben und Tod, kann uns ein Säugling beantworten, obwohl er nicht sprechen kann. Die unendliche Liebe, die aus ihm strahlt und die Tiefe in seinen Augen, sprechen für sich.

    Ein vom Verstand beherrschter Mensch kann den Tod niemals verstehen, weil er selbst das Leben nicht verstehen kann. Nur die Erleuchtung und man nennt sie Erleuchtung, weil das Licht der Seele damit gemeint ist, versteht den Tod noch bevor der Verstand sich ein Bild vom Tod gemacht hat. Wir werden alle erleuchtet geboren und verlieren uns in der Dunkelheit und Verwirrung unseres egozentrischen Verstandes. Das Erwachen zu Lebzeiten, zeigt sich dann als das Ganze, das Eine.

  • Danke, es ist schön, hierher zurückzukommen. Mich plagt schon eine Angst vor dem Tod, wenn ich ehrlich bin. Durch einen Schicksalsschlag ist die friedliche Akzeptanz dem Tod gegenüber einer Panik gewichen, die ich so schwer loswerde. Eine Nahtoderfahrung bedeutet natürlich auch, dass man dem Tod sehr nahe kommt, deshalb bin ich insgesamt natürlich froh, dass ich bisher keine hatte. Jedoch hört man immer wieder, dass es eine ganz friedliche und tröstliche Gefühlslage ist. Denkt ihr, dass man auch mit Meditation oder anderen Übungen und Praktiken einen ähnlichen Zustand erreichen kann?

    Das Leben ist ein Kreis(Lauf)

  • Hallo zusammen,

    wenn wir Angst vor dem Tod haben, hilft vielleicht, wenn wir uns selbst hinterfragen:

    • Welche Vorstellungen habe ich vom Tod?
    • Welche Einstellung zum Leben?
    • Woher kommt diese Angst, wurden mir Geschichten erzählt, die ich (unbewusst) glaube?
    • Was weiss ich wirklich über das Danach?
    • Warum bin ich dem Leben gegenüber misstrauisch?

    Dies sind nur ein paar Fragen, mit denen ich gut arbeiten kann. Sie zeigen mir, dass meine Ängste hausgemacht sind. Bei Euch können andere Fragen effektiver sein. Das Ziel soll aber innere Ruhe und Ausgeglichenheit sein. Wenn die Fragen zu noch mehr Ängsten führen, sind es die falschen Fragen. Das kann natürlich auch in einer Art Meditation oder Gebet geschehen. Wichtig ist, dass wir erkennen, die Dinge selbst in der Hand zu haben.

    Ängste können sehr gemein sein und verhindern, dass wir unser Leben geniessen. Dabei geht es vor allem um unbegründete Ängste, die in unseren Gedanken entstehen. So machtlos wie wir oft glauben, sind wir gar nicht, weil wir alle aus einer Quelle stammen. <3

  • Dieser eine Zustand wird in allen spirituellen Lehren mit dem Begriff "Erwachen" beschrieben. So wie ich es erlebe und lebe, ist es eine beobachtende, wahrnehmende Präsenz, die ich mit einem Bild beschreiben kann. "Ich befinde mich in einem Tal und bin doch gleichzeitig auf einem Berg, von dem aus ich mich sehen kann. Im Tal ist mein Körper, mein Geist, meine Gefühle, mein Empfinden. Auf dem Berg ist Niemand, der in das Tal blickt. Dieser Niemand bin ich wirklich und deshalb kann der Jemand, dort unten im Tal das tun, zu was er im Stande ist. Er tut das, was ihm eigen ist, mehr ist da nicht". Ich, mein wirkliches ich, ist davon unberührt.

  • Die Nahtoderfahrung ist in Wirklichkeit ein Einblick in die Unsterblichkeit. Es ist genau anders herum als wir vermuten. Wir klammern uns im Leben an die Sterblichkeit ohne es zu wissen. Wir möchten mit all den Attributen der Sterblichkeit die Unsterblichkeit errichten in Form von Monumenten und sonstigen Beweisen unserer Unentbehrlichkeit. Der Zustand in der Nahtoderfahrung zeigt uns die wahre Natur des Seins. Sie zeigt uns dass, was sich bei der Geburt mit dem Körper verbunden hat und ihn beseelt und macht uns klar, das dies, was wir Lebendigkeit nennen, das Eine ist, das alle Körper bewohnt und diese vergehen lässt, wenn es sich wieder von ihnen löst. Dieses Eine erleben wir im Übergang vom Leben zum Tod und wir erlebten es im Übergang vom Tod zum Leben. Wir erinnern uns daran, wer wir wirklich sind. Erst wenn es sich uns zeigt, wissen wir es wieder. Es kann sich im Verliebt sein zeigen, oder im Erwachen, oder in der Nahtoderfahrung. Es ist immer der Selbe, der Eine, der unsterbliche Zustand.

  • Da es recht unterschiedliche Erlebnisse der Nahtoderfahrung gibt kann man kein wirkliches Fazit daraus schließen,oder überhaupt gesichert sagen,ob es sich tatsächlich um eine Nahtoderfahrung handelte,oder ob es nur Schutzmechanismen unseres Gehirns sind.

    Viele Menschen die unter dem Einfluss eines Anästhetikum standen,berichteten über die gleichen Erlebnisse. Einem "Eins sein mit Allem" in einem dunklen Meer das glänzte wie poliertes Chrom.


    Mich plagt schon eine Angst vor dem Tod, wenn ich ehrlich bin.

    Die Wurzel der Angst vorm Sterben,liegt darin das Bewusstesein des Seins,des Ichs zu verlieren. Wenn der Tod zum Leben bzw. ein Teil des Lebens ist,wird man auch sein Ich nicht verlieren.

    Solange wir da sind,ist der Tod nicht da und wenn er denn da ist,dann sind wir nicht mehr hier. :)

    Die Angst vor dem Tode ist unbegründet,denn es ist doch der Tod, der von allen Ängsten befreit. Er ist Frieden.

    Einmal editiert, zuletzt von Eisu (23. März 2024 um 20:09) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von sidhoffmann mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • denn es ist doch der Tod, der von allen Ängsten befreit

    Wenn der Tod von allen Ängsten befreit, dann war das Leben bestimmt nicht lebenswert.

    Ein Leben in Angst muss furchtbar sein. Vielleicht sollte man versuchen, sich schon zu Lebzeiten von seinen Ängsten zu befreien.