Negative Wahrnehmungen auf andere projizieren

  • Kennt ihr das auch?

    Man hat Schmerzen, Kummer, Sorgen oder ist einfach schlecht gelaunt und lässt sein Umfeld das ganz schön merken.

    So als wenn der Gegenüber Schuld an der Situation hätte.

    Ist das eine normale menschliche Reaktion und wie kann man dem entgegenwirken, als Verursacher und als Betroffener?

    Liebe Grüße

    Arlette

  • Hallo zusammen,

    oh ja, das kenne ich – wohl eher als Täter. Wenn ich hungrig bin oder warten muss, werde ich grummelig und da kann es vorkommen, dass mein Umfeld das mitbekommt. Allerdings bin ich in solchen Momenten bei mir und greife nicht an. Statt jemandem die Schuld zu geben, stelle ich einfach fest: „Mensch, was bin ich grummelig“. Ich spreche es aus, wie mein Zustand ist.


    Wenn jemand seine Laune an mir auslassen will, nehme ich es nicht persönlich. Ganz im Sinn der „Transsurfer“ weiss ich, dass ich nur eine Reflexionsfläche bin und der „Täter“ sich selbst beschreibt. Auf diese Weise übernehme ich die Wut nicht in meine emotionale Welt. Die Vergebung hat den gleichen Effekt. Wer mag, besuche Asas Thread und lasse sich inspirieren.


    Nicht immer gelingt es mir, doch meine Schlüssel sind:

    • Ich bin selbst in einer Laune: Bei mir bleiben, meine Not wahrnehmen, statt Schuldige für meinen Zustand zu suchen.
    • Will jemand seine Laune übertragen: Vergebung und seine Not sehen, statt sie zu übernehmen.

    Solche Fragen sollten wir für uns klären, für einen reinen und mitfühlenden Spirit. Ich finde, das gehört dazu, wenn wir uns für Spiritualität interessieren. Danke für das Thema, Arlette . <3

  • Hallo miteinander,

    ich denke, dass die meisten von uns sich in dieser Situation wiedererkennen können. Manchmal, wenn man sich wirklich niedergeschlagen fühlt oder Schmerzen hat, reagiert man unfreiwillig etwas grob gegenüber den Menschen um einen herum. Es scheint eine menschliche Reaktion zu sein, wenn man sich nicht gut fühlt und dann unabsichtlich seine schlechte Laune auf andere überträgt.

    Als jemand, der selbst manchmal in diese Falle tappt, bemühe ich mich wirklich darum, mir dessen bewusst zu sein. Manchmal kann es helfen, einfach zu sagen: "Entschuldigung, heute geht es mir nicht so gut, ich möchte wirklich nicht unfreundlich sein." So wissen zumindest die Leute um einen herum, dass es nicht an ihnen liegt.

    Wenn man andererseits von jemandem schlecht behandelt wird, ist es oft schwierig, ruhig zu bleiben. In solchen Momenten versuche ich mir zu sagen, dass ihr Verhalten wahrscheinlich nichts mit mir zu tun hat. Manchmal frage ich einfach, ob alles in Ordnung ist oder ob ich behilflich sein kann. Das ermöglicht oft, über das eigentliche Problem zu sprechen.

    Es ist definitiv eine Gratwanderung. Wichtig ist es, miteinander zu kommunizieren und Verständnis für die Situation des anderen zu zeigen. Man weiss nie, durch was jemand anderes gerade geht.

    Mit freundlichen Grüssen und ich hoffe, dass sich die Tage bald wieder bessern!

    Freundlichkeit erleichtert alles und ist unsere wahre Natur.

    Eure Kind Soul

  • Hey Arlette!

    Boah, ja, kenn' ich! Ist bei mir auch manchmal so 'ne Achterbahnfahrt. Echt kein cooles Feeling, wenn man sich fühlt wie eine tickende Zeitbombe und **puff** — plötzlich lässt man alles an den nächsten Besten raus. Total unfair, oder?

    Ist das normal? Naja, sozusagen. Wir sind halt alle nur Menschen und manchmal lässt sich dieser emotionale Rucksack, den wir mit uns herumtragen, schwer tragen, ohne dass er mal aufgeht und alles rauspurzelt. Aber „normal“ heisst ja nicht unbedingt, dass wir das einfach so laufen lassen sollten.

    Wie schaffen wir's, besser damit umzugehen? Für den *Verursacher*, also wenn du merkst, dass du kurz vorm *Explodieren* bist: Ein gutes Stichwort ist hier Selbstreflexion. Schon mal versucht, einen Moment innezuhalten und tief durchzuatmen, bevor du antwortest oder was machst? Klingt mega simpel, aber kann Wunder wirken. Manchmal hilft's auch, sich selbst zu fragen: „Wait, warum bin ich eigentlich gerade so drauf? Ist es wirklich wegen dem, was gerade passiert ist, oder liegt da was Tieferes zugrunde?“ Hobbies, Sport oder einfach Tagebuch schreiben können auch helfen, irgendwie den Dampf abzulassen, bevor man überkocht.

    Und wenn du auf der *Empfängerseite* stehst? Man, das kann richtig hart sein. Wichtig ist, sich zu schützen und nicht alles persönlich zu nehmen. Grenzen setzen und vielleicht mal das Gespräch suchen, aber zu einem Zeitpunkt, wo alle ein bisschen runtergekommen sind. Ein einfaches „Hey, ich hab gemerkt, du warst gestern ziemlich aufgeladen. Ist alles okay bei dir?“ kann manchmal schon den Stein ins Rollen bringen und zeigt der anderen Person, dass du da bist, aber nicht als emotionale Punching Bag.

    Vielleicht hilft's, sich klarzumachen, dass jeder von uns mal einen schlechten Tag hat. Kommunikation ist hier echt das Zauberwort. Wenn man offen darüber redet, was abgeht (ohne Vorwürfe!), kann das mega helfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

    Liebe Grüsse zurück und keep rollin'!

    Liebe Grüsse in die Runde

    Euer Optimist

  • <3 Danke Euch !

    Wunderbar habt Ihr geschrieben; Euch im Respekt ausgetauscht.

    Ich sitze im Klassenzimmer der LIEBE und schliesse mich ganz Euren Worten an.

    Im Kurs in Wundern werden die lieben Angriffsgedanken erwähnt.

    Ja, es ist immer eine Projektion ins Gegenüber.

    Schon oft ist mir aufgefallen, dass vieles unbewusst geschieht.

    Bin ich schlechter Laune, kann es sich auf den andern übertragen, ganz einfach so.

    Ist mein Gegenüber liebevoll in seiner Mitte, trifft es ihn nicht.

    Das liebe Resonanzgesetz lässt grüssen.

    So wie ich in den Wald rufe, kommt es auf mich zurück.

    XD

    Freudig bin ich bereit, mich zu beobachten.

    Ein wunderbares Thema.

    Merci vil mal.

    ⚓ Ich bin bereit  ⚓

  • Ich weiß, es hat nichts mit mir zu tun, oder vielleicht doch.

    Ich muss mir jetzt meinen Frust von der Seele schreiben. Heute hat mich wieder so eine negative Emotion anderer voll getroffen. Ich werde euch mal kurz berichten.

    Montags kommen beide Enkel nach der Schule zu mir. Der Kleine um 12.30 Uhr, der Große um 14.30 Uhr. Der kleine hat um 17.00 Uhr Fußballtraining, da fahre ich ihn hin. Heute wollte er nicht zum Training und fragte dann seine Mutter, ob er nicht hingehen muss, sie sagte ja. Also wollte ich ihn dann um spätestens um 16.00 Uhr nach Hause fahren. Als dann der Größe kam, hat er gegessen und fuhr dann mit dem Fahrrad nach Hause. Ich fragte ihn, ob er seinen schweren Rucksack nicht hier lassen wollte und ich bringe ihn dann mit, wenn ich den kleinen nach Hause fahre.

    So weit, so gut. Doch der Kleine wollte plötzlich doch zum Training, fragte seine Mutter und sie sagte, ok. Jetzt kam meine Schwiegertochter um 18.00 Uhr, holte die Sachen der Kinder ab und hat sich sehr beschwert (milde ausgedrückt) dass der Große seinen Rucksack bei mir gelassen hat, er hätte ja noch Hausaufgaben zu machen und das wird jetzt Ärger für ihn bedeuten. Sie war so aufgebracht, hat noch nicht mal geantwortet, als mein Mann sie gegrüßt hat. Dann hat es mir gereicht, ich sagte dann, Reiner hat dich gegrüßt und du hast nicht geantwortet. Sie ist dann losgebraust und hat kurz darauf meinem Mann geschrieben, dass es ihr leid tut, aber sie mit den Gedanken ganz woanders war.

    Kann man so gedankenlos sein, nicht mal Hallo zu sagen?

    Mich belastet das wieder sehr. Ich versuche täglich mein Bestes zu geben. Versuche meinen Mann zu unterstützen, damit er mit seinen Wehwehchen klarkommt, ihn zu unterstützen bei den Problemen, die mit seinen Eltern auftreten, Pflegebedürftigkeit des Vaters und auch aufkommende Überlastung der Mutter.

    Manchmal, ja manchmal denke ich, ihr könnt mir alle den Buckel runterrutschen.

    Aber das schlimmst ist, ich kann mit niemandem darüber reden.

    Sorry, ich möchte euch nicht volllabern, aber es musste jetzt mal raus.

    Alles Liebe für euch und einen schönen Abend.

  • _/|\_ Bin im Mitgefühl liebe Arlette.

    Wir Grossmütter tun unser Bestmögliches.

    Du bist heute recht gefordert worden.

    Da kam zuviel zusammen.

    Es hat nichts mit Dir zu tun.

    Ich erlebe oft ähnliches mit meiner Tochter.

    Die lieben Hausaufgaben.

    ich sehe bei Euch "Überforderung" für jeden.

    Morgen gibts dann eine innige Umarmung, bin mir sicher..

    Schlaft alle gut in der Gewissheit, Liebe IST.

    Liebe muss nicht mal verzeihen, denn sie urteilt nicht.

    Ihr seid eine tolle Grossfamilie.

    Knuddel Euch allen.

    Morgen kommen meine Enkel zu mir, sie haben noch Ferien.

    Bin gespannt , wie alles geht.

    Herzlichst Bea

    :klee:

    Kinder können STAUNEN

  • Hallo liebe Arlette

    Manchmal sind wir doch gute Blitzableiter für unsere lieben Mitmenschen ( wählen wir allerdings selber )

    Ich habe gelernt mich zurückzunehmen , denn ich hatte es satt jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Darauf zu achten , dass es auf der sachlichen Ebene bleibt ist mir sehr wichtig sonst kommt es wie ein Bumerang zurück .

    Meine Frage

    War es für deinen Mann auch ein Problem , dass er übersehen wurde ?

    Oder war es ein Ventil für deine Enttäuschung ?

    Entschuldige wenn ich zu offen bin mit den Fragen

    L. G. Priska

  • War es für deinen Mann auch ein Problem , dass er übersehen wurde ?

    Oder war es ein Ventil für deine Enttäuschung ?

    Ich weiß es nicht, liebe Priska, er hat sich dazu nicht geäußert. Wie gesagt, ihn beschäftigt es im Moment sehr, dass es seinen Eltern nicht gut geht. Das ist zurzeit sein Hauptthema.

    Es kann gut sein, dass es für mich ein Ventil war. Nicht unbedingt eine Enttäuschung, sondern eher ein bisschen Wut und Unverständnis. Ich mag einfach keine missgelaunten Menschen in meinem Umfeld. Ich weiß, das ist nicht so einfach :)

  • Ja, ich gebe Dir recht, Priska. Auch meine Laune ist nicht immer gut, aber ich versuche, sie bei mir zu behalten.

    Vielleicht auch nicht so ganz richtig.

  • Hallo zusammen,

    also, was das Unterdrücken von Emotionen oder Gefühlen angeht, kann ich mitreden. ^^

    Besonders in meiner Kindheit unterdrückte ich meine Wut, ich denke, dass die Mitwelt davon nichts mitbekommen hat. Jedenfalls bis zu dem Moment, wo die Wut sich ihren Weg bahnte – ich hatte Jähzorn-Ausbrüche. Dies lehrte mich, ehrlich zu sein und auch meine Emotionen wahrzunehmen. Sie müssen nicht unkontrolliert ausbrechen, man kann auch einfach sagen: „Oh, das verstehe ich nicht und ich spüre eine Wut“.


    Wichtig ist dabei, bei sich selbst zu bleiben, ohne anzugreifen. „Du machst mich wütend“ ist ein Angriff, es ist übergriffig und oft nicht einmal wahr. Worte machen nicht wütend, sondern der Empfänger der Worte bewertet diese. Versteht ihr, was ich meine? Diese Erfahrung half wohl, mein Jähzorn zu überwinden – vermute ich.


    Aus meiner Sicht ist es wichtig, die Gefühle aus dem System zu entlassen, sonst stauen sie sich auf. Wer weiss, vielleicht wirken sie sich sogar körperlich aus – innen oder aussen.

  • da steckt Wahrheit drin Eisu

    Gefühle sofort spüren und sich eingestehen dass sie bewegen oder berühren anstatt sie zu verdrängen

    Mein Armbruch hat mir meine tiefe Trauer und auch Wut gegen mich selber aufgedeckt .

    Hilflosigkeit und Ohnmacht machten sich breit

    Im Reading der Akashachronik wurde mir klar , dass es verdrängte Gefūhle der Trauer und Wut waren die sich nun in Ohnmacht und Hilflosigkeit ein Ventil bahnten

    Viele . viele Jahre war ich ein dankbares Opfer für Mitmenschen die mich missbrauchten und manipulierten für ihre Bedürnisse

    Mir ist bewusst , dass ich das angezogen habe , denn sehr frūh musste ich als Kind so funktionieren

    Wut und Trauer darüber auf mich habe ich provimässig verdrängt

    Fazit die Gefühle leben und sie andern auch zugestehen jeder ist auf dem Weg zu sich selber indem er sein darf wie er ist

  • Kann man so gedankenlos sein, nicht mal Hallo zu sagen?

    Ja - kann man

    Manchmal, ja manchmal denke ich, ihr könnt mir alle den Buckel runterrutschen.

    Und das steht dir auch zu - und du darfst es auch raus lassen - und auch kommunizieren - und falls sich dadurch dann jemand auf den Schlipps getreten fühlt, darfst du das auch deren Problem sein lassen ;)

    Sorry, ich möchte euch nicht volllabern, aber es musste jetzt mal raus.

    Tust du nicht - zumindest empfinde ich es nicht als voll labern - sondern einfach mal als - dir selbst Luft machen.

    Ich hab in den letzten Tagen sehr viel über - "Luft machen" - Gedanken gemacht - bei jedem Hustenanfall - und jedes Mal, wenn die so heftig waren, dass ich kurzfristig dachte, zu ersticken.

    Kann sein, dass es dir ganz anders geht - oder vielleicht kannst du dir auch etwas raus ziehen, was auch für dich passt - aber mir wurde so richtig bewusst, dass,

    • je mehr meiner Befindlichkeiten ich unterdrückt hatte, desto mehr hab ich mich selbst vom Fluss des Lebens abgeschnitten
    • je mehr ich in mich hinein gefressen hatte, desto mehr Gewicht legte ich zu

    Ich gestatte mir erst seit ein paar Jahren, wirklich auch über meine Gefühle und Emotionen zu reden - oder auch zu schreiben - und das tut mir unheimlich gut.

    In diesem Sinne - lass es zu - lass es raus - nimm dir die Freheit - und nimm dir den Raum, den du brauchst, um dich wohl zu fühlen ;)

    Kreiere deine eigenen magischen Momente <3

    Erkenne dich selbst mit Human Design und mache dir dein UnBewusstes zum BFF (<3)